Kinder impfen

Warum gibt es im 21. Jahrhundert fast keine Kinderkrankheiten mehr ? Weil die meisten unserer Kinder gegen sämtliche Krankheiten geimpft sind. Die Forschung ist heutzutage so weit, dass wir uns auf so gut wie keine Nebenwirkungen mehr fürchten müssen. Der Kinderarzt informiert Sie gerne über Impfschutz und ggf. Nebenwirkungen oder Nachteile seine Kinder impfen zu lassen. Jede einzelne Impfung hat eine andere Zusammensetzung der Wirkstoffe und deshalb sind auch die Nebenwirkungen individuell zu bewerten.

Hier werden die gängigsten Impfungen für Sie zusammengefasst:

Diphterie

Bei der Diphtherie-Impfung wird eine inaktive Form des Giftes verabreicht und der Körper dazu angeregt, ein Gegengift gegen das Diphtherie-Gift zu produzieren. Die Einstichstelle schwillt in Einzelfällen etwas an und rötet sich, aber einen schweren Reaktionsverlauf gibt es selten.

Haemophilus influenzae B (HIB)

Bei dieser Impfung kann sich die Einstichstelle Ihres Kindes röten oder es kommt zu leichtem Fieber. Der Impfstoff besteht hier aus einem so genannten Totimpfstoff, der sozusagen den HIB-Erreger nachahmt. Der Wirkstoff wird in den Muskel injiziert.

Meningitis C

Bei dieser Impfung können sich ebenfalls eine leichte Schwellung und Rötung an der Einstichstelle zeigen. Manchmal treten auch leichtes Fieber und Kopfschmerzen auf. Komplikationen treten äußerst selten auf. Der Impfstoff ähnelt dem der Haemophilus-Impfung.

Masern, Mumps und Röteln (MMR)

Es kann beim geimpften Kind im Laufe der folgenden sieben bis zehn Tagen zu einer Reaktion kommen. Dazu gehören leichtes Fieber und Ausschlag.

Polio (Kinderlähmung)

Abwehrreaktionen gegen diese Impfungen kommen so gut wie nie vor. Die Impfung wird mit einem Totimpfstoff durchgeführt, d.h. dass gespritzt wird. Früher wurde der Impfstoff durch eine Schluckimpfung zu sich genommen. Die injizierte Impfung ist im Gegensatz zur Schluckimpfung risikoarm, es kommt kaum mehr zu Nebenwirkungen.

Tetanus

Wie bei der Diphterie-Impfung enthält diese Impfung eine inaktive Form des Giftes. Manchmal kommt es zu einer Schwellung und Rötung an der Einstichstelle und gelegentlich kann es vorkommen, dass Ihr Kind leicht fiebert. Heftigere Reaktionen sind selten.

Keuchhusten (Pertussis)

Eine Impfung der Säuglinge und Kleinkinder gegen Keuchhusten wird empfohlen. Danach sollten Sie Ihr Kind im Vorschulalter nochmals impfen lassen. Wegen der geringen Dauer der Immunität können sich Jugendliche wieder neu anstecken! Deshalb sollten Sie Ihr Kind im Jugendalter (9 bis 17 Jahre) nachimpfen lassen.